Kältebus Oldenburg - Corona-Bedürftigenhilfe

JUH

Kategorie:
Unterstützung des Ehrenamtes
Anschrift:
26121 Oldenburg

Über das Projekt

Bitte erzählen Sie uns von Ihrem Projekt in einer kurzen Zusammenfassung.

Das Kältebus-Team der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (Ortsverband Oldenburg) unterstützt regulär in der "kalten Jahreszeit" Obdachlose und bedürftige Menschen mit Lebensmitteln, Tiernahrung und Kleidung. Obwohl der aktive Einsatz mit Beginn der Corona-Pandemie ausgelaufen wäre, engagieren sich die ehrenamtlich Helfenden für diese Menschen weiter. Sie verteilen und liefern Lebensmittel, Tiernahrung, Hygieneartikel, Kleidung und "Seelentröster" an Obdachlose und bedürftige Personen und Familien in Oldenburg. Wöchentlich werden über 100 Versorgungspakte ausgegeben, die teilweise individuell für die Empfänger gepackt werden. Der enorme logistische Aufwand dahinter wird ebenfalls rein ehrenamtlich bewältigt. Sofern dieses rein spendenfinanzierte Projekt sich über den 31.07.2020 hinaus finanzieren lässt, wird das Kältebus-Team sein Engagement ausweiten. Spätestens in der "kalten Jahreszeit", werden sie ihren regulären Dienst weiterführen.

Welche Situationen oder Anlässe haben Ihr Projekt ausgelöst?

Durch die Corona-Pandemie fallen für Obdachlose und bedürftige Menschen eine Vielzahl von caritativen Angeboten aus. Mini-Jobs, Aushilfstätigkeiten, die Unterstützung durch betteln in der Stadt, die Versorgung durch die Tafel: all dies ist nicht mehr verfügbar oder nur extrem eingeschränkt. Dadurch verschärfen sich die Auswirkungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gerade für diese Menschen in unserer Gesellschaft enorm. Da es auch bei den Bedürftigen und Obdachlosen Menschen in der sog. "Risikogruppe" gibt, ist auch das einkaufen von notwendigen Lebensmitteln, Tiernahrung, Hygieneartikeln und Kleidung nur sehr erschwert möglich.

Welche Ziele verfolgt Ihr Projekt?

Das Kältebus-Team der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (Ortsverband Oldenburg) hat es sich zu seiner Aufgabe gemacht, die Ärmsten und Schwächsten in unserer Gesellschaft auch in Zeiten der Corona-Pandemie nicht alleine zu lassen. Wir versorgen die Bedürftigen und Obdachlosen der Stadt mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Tiernahrung, Schlafsäcken, Kleidung und etwas für die Seele (dies kann Schokolade oder bspw. Malbücher für Kinder sein). Zudem rücken wir diese Not der Menschen in die gesellschaftliche Wahrnehmung und geben ihnen damit eine Stimme, um auf ihre Nöte, Ängste und Bedürfnisse aufmerksam zu machen. Neben all diesen Aktivitäten nehmen sich unsere ehrenamtlichen Helfer*innen stets ein offenes Ohr für die Menschen: sie hören zu und vermitteln bei Bedarf weitere caritative Angebote.

Welche Schritte haben Sie bisher umgesetzt, um diese Ziele zu erreichen? Welche Zielgruppen sprechen Sie an und wie erreichen Sie diese?

Dem Kältebus-Team war unmittelbar zum sogenannten "Lockdown" bewusst, dass wir die Bedürftigen und Obdachlosen in der Stadt Oldenburg nicht allein lassen werden und dürfen. Dennoch galt es nicht in blinden Aktionismus zu fallen, sondern besonnen, nachhaltig und wirksam des Hilfsangebot speziell für die Corona-Pandemie  aufzubauen. Dazu wurde zunächst der Kontakt zur Kommune und anderen caritativen Anbietern gesucht, um sich einen Überblick zu bereits bestehenden oder geplanten Angeboten zu verschaffen. Die daraus erkennbare Lücke (direkte Versorgung vor Ort), hat das Kältebus-Team Oldenburg dann (unter strenger Berücksichtigung der Hygienevorschriften und Abstandsregeln) geschlossen. Um die Bedürftigen und Obdachlosen zu erreichen, nutzen die ehrenamtlichen Helfer*innen eine Vielzahl von Kanälen: Netzwerke der Obdachlosen, Zeitungen, Lokal-TV, soziale Medien, Aushänge, Webseite und "Mundpropaganda".

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