Bildungsauftrag Rettungsschwimmen

DLRG, sonstige

Kategorie:
Nachwuchsarbeit
Anschrift:
59555 Lippstadt

Über das Projekt

Bitte erzählen Sie uns von Ihrem Projekt in einer kurzen Zusammenfassung.

Unter der Einbindung der schulischen Schwerpunkte und des Ganztags hat die DLRG Ortsgruppe Lippstadt mit der Schule ein Wassersportkonzept entwickelt, das (Rettungs)schwimmen als Schwerpunkt hat. In allen Schulstufen wird Wasserrettung in neu entwickelte Kurse eingebunden. Kombiniert werden Wasserrettungsinhalte mit den prämierten Kanuangeboten der Schule (z.B. Landessieger Sterne des Sports 2018) und dem bestehenden Schulsanitäterkonzept. Als MINT-EC Schule werden die theoretischen Inhalte der Wasserrettung auch mit naturwissenschaftlichem Hintergrund aufgearbeitet. Techniken der Strömungsrettung ergänzen Kajak-Wildwasserkurse. Oberstufenschüler*innen lernen Grundschüler*innen im Wassersport verantwortungsvoll zu unterrichten. Lehrkräfte der Schule nehmen über die DLRG an Fortbildungen teil, engagieren sich in einer Grundschul-AG DLRG/Kanu und bringen ihre Erfahrungen als Ausbilder in Lehrerfortbildungen des Kanu-Verbands NRW ein.

Welche Situationen oder Anlässe haben Ihr Projekt ausgelöst?

Die Motivation der Ortsgruppe war es der rückgängigen Schwimmfähigkeit und ehrenamtlichen Tätigkeit im Katastrophenschutz entgegenzuwirken. Die Schule wollte ihre Bildungsangebote ausbauen. Neben der Verbesserung der Rettungsfähigkeit aller Lehrkräfte sollte Wassersport ganzheitlich vermittelt werden. Sportartspezifische Inhalte galt es mit der Wasserrettung zu kombinieren. Zudem engagierte sich die Schule in der Hinführung von Schüler*innen zum Ehrenamt über Sporthelferausbildungen, Grundschulworkshops und eine geplante Zertifizierung der C-Lizenz Breitensport. Anlass des Projektstarts war eine Fortbildung von Sportlehrkräften über den DLRG Landesverband zum Ausbilder Rettungsschwimmen. In Folge der stark nachgefragten Rettungsschwimmausbildung an der Schule wurde ein gemeinsames neues Wassersportkonzept für alle Jahrgangsstufen entwickelt (siehe angehängte Präsentation). Die Kooperationprojekte wurden fest in Schulprogramm verankert.

Welche Ziele verfolgt Ihr Projekt?

Beiden Projektpartnern geht es neben der Vermittlung eines breitensportlichen Gesundheitsansatzes um die Entwicklung eines gesellschaftlichen Verantwortungsbewusstseins. Dies beginnt bei der individuellen Urteilsfähigkeit. Insbesondere Wassersport kann schnell zu überfordernden und gefährlichen Situationen führen. Nur durch Stärkung des Hintergrundwissen, der realistischen Eigeneinschätzung und des gemeinschaftlichen Handelns können zentrale Kompetenzen entwickelt und Gefahrensituationen vermieden werden. Außerdem geht es darum in der Schule Möglichkeiten des persönlichen Engagements aufzuzeigen und die Schüler*innen bestmöglich darauf vorzubereiten. Dazu zählen Maßnahmen der 1. Hilfe, rechtliche Grundlagen, Aspekte der verantwortungsvollen Trainingsvermittlung und der Wasserrettung. Zentrales Ziel des Projekts ist es die Hemmschwelle zu senken, sich in gemeinnützigen Organisationen wie der DLRG Orstgruppe Lippstadt zu engagieren.

Welche Schritte haben Sie bisher umgesetzt, um diese Ziele zu erreichen? Welche Zielgruppen sprechen Sie an und wie erreichen Sie diese?

Es wurde ein Kreislaufkonzept entwickelt, dass in der 3. Klasse beginnt und bis zum Abitur führt. Oberstufenschüler*innen werden dabei zu Trainern und führen Grundschüler*innen der 3. Klasse spielerisch an den Wassersport heran. Besonders der Ganztag und die Wahlpflichtangebote der Schule ermöglichen die Einbindung der Inhalte. In der Oberstufe kann ein Sport-Projektkurs und ein Grundkurs mit dem Profil (Rettungs)schwimmen belegt werden (siehe Abb. Sportlaufbahn in der Präsentation und Beschreibung der Einzelmaßnahmen). Jüngere Schüler*innen werden über die Eltern und alle Infokanäle der Schule angesprochen.  An der Schule wurden zuletzt jährlich bis zu 40 Rettungsschwimmer, 70 Europäische Paddelpässe mit Wasserrettung, 50 Sporthelfer und 60 Erste-Hilfe Zertifikate ausgestellt. Bis zu 35 Lehrkräfte profitierten bei der sportartspezifischen Rettungsfähigkeit des Kanu-Verbandes NRW von den Erfahrungen des Projekts.

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