Feuerwehreinheit IG-Nord

DFV/FFW

Kategorie:
Unterstützung des Ehrenamtes
Anschrift:
67663 Kaiserslautern

Über das Projekt

Die Aufstellung einer hauptamtlichen Wache ist aufgrund der Einsatzfrequenz nicht zu rechtfertigen, Wohnbebauung ist keine vorhanden.  Trotzdem muss der Grundschutz gewährleistet werden.
Die Idee war, mit einpendelnden Mitarbeitern der im IG-Nord ansässigen Betriebe eine Freiwillige Feuerwehreinheit zu gründen, die dort tagsüber den notwendigen Brandschutz gewährleistet. Dazu  braucht man Menschen (möglichst mit feuerwehrtechnischer Ausbildung) die sich (zusätzlich) freiwillig engagieren wollen, Betriebe die ihre Mitarbeiter regelmäßig für Übungen, Ausbildungen und Einsätze freistellen, Einsatzfahrzeuge und entsprechende Unterstellmöglichkeiten.
Bereits bei der Personalgewinnung ist die Bereitschaft der Betriebe entsprechende Personen anzusprechen und zu motivieren unumgänglich. Erfolgreich waren dabei die Firmen Fuchs-Lubritech GmbH (7 FM),  Pfaff Industriesysteme und Maschinen AG (3 FM), G&M Systemtechnik (1 FM), GEWE Reifengroßhandel (1FM) und Kerker Druck GmbH (1FM).

Organisiert über die Wirtschaftsförderung wurde bei einem Geschäftsführertreffen im März 2010 die Vorstellung des Projektes unter dem Slogan „Helfen sie uns ihnen zu helfen“ organisiert. Darauf folgen viele Einzelgespräche mit den Verantwortlichen in den Betrieben. Diese wiederum fragten intern nach interessierten Mitarbeitern, die vorzugsweise schon über eine Feuerwehrausbildung verfügen sollten. In der ersten Phase wurden tatsächlich 8 Mitarbeiter – darunter auch einige mit Führungsausbildung – gefunden. Mit diesen wurden dann intensive Gespräche über Aufgaben, Struktur und Aufbau der neuen Feuerwehreinheit geführt.
Nachdem deren grundsätzliche Bereitschaft zum Engagement in der Feuerwehreinheit IG-Nord sicher war, konnte die Suche nach einer Unterkunft für die Einsatzfahrzeuge beginnen. Da möglichst schnell ein zentral gelegener Standort gefunden werden sollte, waren mal wieder die Geschäftsführer der Betriebe gefragt. Anfang 2013 konnte eine Halle gefunden werden, der Eigentümer sorgte für die Abtrennung eines ausreichend großen Bereiches und für eine eigene Ausfahrt. Der Mietvertrag konnte 15.06.2013 abgeschlossen werden.
Damit stand der Gründung der neuen Feuerwehreinheit nichts mehr im Wege. Dies ist gerade in der heutigen Zeit, wo freiwillige Feuerwehren eher geschlossen werden schon bemerkenswert.
Zug um Zug wurden dort ein LF 16 TH, ein GW-G und ein Mef-G stationiert und die neuen Kameraden an den Fahrzeugen ausgebildet.
Seit dem läuft die Feuerwehreinheit ohne Probleme, die Feuerwehrkräfte werden wie selbstverständlich für die Einsätze und den Übungsbetrieb von ihren Betrieben freigestellt.
Dieses System kann als Vorbild für andere Gemeinden dienen, weil beide Partner davon profitieren. Die freistellenden Betriebe erhalten als Gegenleistung schnelle Hilfe und ortskundige Einsatzkräfte, die mit den speziellen internen Gefahren eines Industriegebietes bestens vertraut sind. Kenntnisse über  Produktions- und Betriebsabläufe sind bei der Schadensbekämpfung von großer Bedeutung.
Schnelle Hilfe bedeutet weniger Schaden, kürzere Betriebsunterbrechungen und geringerer Produktionsausfall.

 

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