Vom Schülersani zum Katastrophenschutzhelfer

ASB

Kategorie:
Nachwuchsarbeit
Anschrift:
67549 Worms

Über das Projekt

Seit 2010/2011 gibt es eine Zusammenarbeit zwischen dem ASB KV Worms/ Alzey und dem Gauß-Gymnasium Worms im Bereich Schulsanitätsdienst. Inzwischen gibt es eine große Anzahl an aktiven Schulsanitätern (ca. 30). Die regelmäßig angebotenen Ausbildungslehrgänge erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, so dass sich beim vergangenen Kurs 50 interessierte Schülerinnen und Schüler gemeldet haben. Das war für uns Anlass, eine schon länger angedachte Erweiterung der Kooperation umzusetzen und schriftlich zu vereinbaren. Damit konnten wir einen Teil der Interessenten im Schulsanitäts- dienstlehrgang fortbilden und für die in diesem Schuljahr „abgelehnten“ Schülerinnen und Schüler eine verbindliche Planung für das kommende Schuljahr schaffen.

Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums ab der Klassenstufe 9, die in verschiedenen Lehrgängen von Schulsanitätsdienst über SHL/SDL (Sanitätsdienstlehrgänge) bis zum Einsatz im Katastrophenschutz qualifiziert werden. Zudem besteht die Möglichkeit, nach erfolgreicher Teilnahme am SDL Lehrgang auch am Ausbilderlehrgang A1 teilzunehmen und so die Bedeutung der Ersten Hilfe der Bevölkerung zu vermitteln.

Die verschiedenen Jahrgangsstufen in der Schule erhalten folgende Angebote:

5. Klasse:
In der Projektwoche Sport: Den Schülerinnen und Schülern bereits erste Handgriffe zeigen, zum Helfen motivieren und die Rettungskette (wie bekomme ich Hilfe) aufzeigen, Helfen statt Gaffen

9. Klasse Vorbereitungskurs:
4 Termine inkl. EH-Lehrgang und Kennenlernen des ASB. Betreuung der Schüler durch eine BFDlerin, später durch ältere Mitschüler, die selbst durch das Projekt ausgebildet wurden.

10. Klasse:
Ausbildung zum Schulsanitäter mit entsprechenden Prüfungen,
div. Fortbildungen (Dokumentation, Hygiene, etc.)
Die 10er hospitieren bis zu den Sommerferien bei den erfahrenen Schulsanis bevor sie eigenverantwortlich Einsätze durchführen.

11 Klasse:
im Winterhalbjahr 11 Fortbildungen in zu weiteren Maßnahmen / vertiefende Interpretation von Messwerten bei Patienten
Angebot zur Teilnahme an SHL/SDL-Lehrgang
Projektwoche: Vorbereitung auf die Einsätze im Sanitätsdienst (bzw. KatS, Funklehrgang, Feuerwehr (Feuer löschen))

12. Klasse:
-Praktikum im Rettungsdienst (KTW), um das Erlernte fachgerecht im Rettungsdienst einsetzen zu können
-weitere fachliche Fortbildungen
-Vorstellung der Ausbildung zum Ausbilder
Die Schülerinnen und Schüler werden dann nach dem „Schüler machen Schule“ Prinzip die zukünftigen Schulsanitäter vorbereiten und teilweise ausbilden.
-z. B. Anleiten der 5. Klässler bei der Projektwoche

Einsatz bei Sanitätsdiensten. Unter anderem auf großem Volksfest (für alle außer 9er).
Ziel: das Erlernte einzusetzen, zu festigen und zu verfeinern. Die Schulsanitäter werden immer durch erfahrene Sanitäter bzw. Mitarbeiter des Rettungsdienstes betreut und begleitet. In den einsatzfreien Zeiten wird eine Übungsmöglichkeit unter der Anleitung von erfahrenen Mitarbeitern des Rettungsdienstes angeboten.
Teilnahme nach Einverständnis der Eltern, ggf. vorheriger Infoabend für Eltern.

Das Besondere an unserem Projekt ist die Verstetigung der Ausbildungsangebote und Einsatzmöglichkeiten für die verschiedenen Klassenstufen. Die bereits vorgestellte Abfolge der Lehrgänge wird für jedes Schuljahr angeboten, um mittelfristig einen großen Stamm an Schülerinnen und Schülern zu haben, die im Schulsanitätsdienst oder bei sonstigen Veranstaltungen der Schule oder des ASB einsetzbar sind und so für die Sicherheit der Mitschüler, der Lehrer und letztendlich auch der Bevölkerung sorgen.

Die Lehrgänge finden immer um das mündliche Abitur herum statt. Sowohl Schule als auch Schüler bringen ihre Zeit ein. Die Schüler kommen während ihrer freien Tage zum Lehrgang, die Schule stellt die Schüler zusätzlich zwei Tage frei. Für Einsätze bei großen Sanitätsdiensten werden die Schüler bei Bedarf teilweise vom Unterricht befreit. Eine Unterrichtsbefreiung erfolgt ebenfalls im Fall eines Einsatzes des Katastrophenschutzes. Durch dieses Zusammenspiel bei Ausbildungen und Einsätzen erreichen wir eine hohe Motivation der Schüler, was letztlich eine nachhaltige Erhöhung der personellen Kapazitäten im Bevölkerungsschutz zur Folge hat. Derzeit besteht ein großes Interesse von Seiten der Schülerinnen und Schüler mit entsprechend langen Wartelisten.

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