Malteser Juniorparlament

MHD

Kategorie:
Nachwuchsarbeit
Anschrift:
67346 Speyer

Über das Projekt

Malteser Junioparlamen" - Partizipation im Jugendverband

Die Malteser im Bistum Speyer bieten ihren jungen Mitgliedern ein großes Maß an Teilhabe. Die erste Aufgabe für das neu geschaffene Juniorparlament: Die Gestaltung eines Kinder- und Jugendtages der Malteser Jugend auf Diözesanebene. Dabei lernen die jungen Parlamentarier eigene Interessen zu artikulieren, zu diskutieren und sie anschließend durchzusetzen. Sie erfahren demokratische Zusammenarbeit aus eigenem erleben. Das Projekt zeigt, ehrenamtliches Engagement hat viele zum Teil sogar ganz neue spannende Facetten.

Ziel ist hauptsächlich die Entwicklung der Malteser Jugendlichen hin zu mündigen Verbandsmitgliedern, die die Erfahrung machen, dass sie mitbestimmen können und ihre Meinung Relevanz hat. Diese Erfahrung soll bewirken, dass sich Kinder und Jugendliche auch nach ihrer Zeit in der Malteser Jugend im Malteser Hilfsdienst e.V. als ehrenamtliche Helferinnen und Helfer engagieren und so den Fortbestand der ehrenamtlichen Dienste sichern. Für einen Verband, in dem sie sich als Kinder und Jugendliche schon ernst genommen fühlen, wird das Engagement sicher größer sein, als wenn immer nur über sie bestimmt wird und sie keinen Einfluss haben. Dazu kommt die persönliche Entwicklung der Kinder und Jugendlichen, die im Juniorparlament lernen, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen für einen größeren Personenkreis zu treffen. Hier soll - wieder auf den Verband bezogen - das Bewusstsein für die Relevanz von Gremienarbeit geschaffen werden.

Hauptteil des Projektes ist die Gründung eines Juniorparlamentes. In diesem Parlament sollten möglichst aus allen Malteser Jugendgruppen in der Diözese Speyer zwei Kinder vertreten sein (von ihren Gruppen gewählt). Zur Zeit sind etwas mehr als die Hälfte der Jugendgruppen im Parlament vertreten. Das Juniorparlament wird von einem Erwachsenen / einer Erwachsenen (Gruppenleiter, Mitglieder des Diözesanjugendführungskreises) moderiert. Die erste Aufgabe für das Parlament ist die Gestaltung eines Kinder- und Jugendtages der Malteser Jugend auf Diözesanebene. Dieser wird im April 2012 stattfinden. Dazu werden das Budget für den Tag und der Termin vorher im Rahmen der Jahres- und Budgetplanung 2011 vom Diözesanjugendführungskreis festgelegt. Programm, Verpflegung, Organisation, usw. obliegt dem Juniorparlament. Die Vertreter der einzelnen Jugendgruppen können sich für die Durchführung Hilfe und Unterstützung bei ihren jeweiligen Gruppenleiter/innen und –mitgliedern und natürlich beim Diözesanjugendführungskreis holen. Helfend kann immer wieder eingegriffen werden, die Impulse für Planung, Organisation, Durchführung und Budgetplanung müssen aber vom Juniorparlament kommen. Neben der Planung des Kinder- und Jugendtages wird der Diözesanjugendführungskreis ausgewählte Entscheidungen, die zu der aktiven Zeit des Juniorparlamentes zu treffen sind, an das Juniorparlament weitergeben und ein Statement anfordern. Die Entscheidung des Juniorparlamentes wird im Diözesanjugendführungskreis umgesetzt. Auch vom Diözesanvorstand werden Themen, die kindgerecht verständlich aufgearbeitet werden können, an das Juniorparlament gegeben. Die Statements werden dem Vorstand durch das Jugendreferat zurück gemeldet.

Mit der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im (Jugend-) Verband ermöglicht die Malteser Jugend ihren Mitgliedern das Lernen von Verhalten im Kleinen, das sie im Großen (ob im Erwachsenenverband oder in anderen Lebensbereichen) brauchen werden. Dazu gehören die Bereitschaft und die Fähigkeit zur Durchsetzung und Äußerung eigener Interessen, zu Diskussion und Austragung von Konflikten. Wir ermöglichen den Kinder und Jugendlichen, demokratische Zusammenarbeit zu erlernen. Damit machen wir sie fit für die Gremienarbeit innerhalb und für die Entscheidungsgremien außerhalb des eigenen Verbandes und vermitteln die Notwendigkeit und Wichtigkeit der Entscheidungsgremien. Zudem fördern wir mit dem Projekt das Engagement der Kinder und Jugendlichen sowohl vor Ort in ihren Gruppen als auch auf der Ebene der Diözese.

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