Werkfeuerwehr Boehringer Ingelheim

DFV/FFW

Kategorie:
Unterstützung des Ehrenamtes
Anschrift:
88400 Biberach

Über das Projekt

Boehringer Ingelheim ist ein forschendes Pharmaunternehmen mit weltweit über 41.000 Mitarbeitern. An seinem Forschungs- und Entwicklungsstandort in Biberach an der Riss arbeiten rund 4.500 Menschen. Schon seit 60 Jahren gibt es dort eine eigene Werkfeuerwehr mit derzeit 52 aktiven freiwilligen Mitgliedern, darunter viele speziell ausgebildete Experten. Auch über die Werkstore hinaus nimmt Boehringer Ingelheim seine gesamtgesellschaftliche Verantwortung sehr ernst. Neben verschiedenen sozialen Projekten mit überregionaler Bedeutung trägt Boehringer Ingelheim daher nach Kräften zur Verbesserung des Zivil- und Katastrophenschutzes in der Region bei. Das Unternehmen stellt beispielsweise Mitarbeiter frei, die sich in den freiwilligen Feuerwehren der umliegenden Städte und Gemeinden engagieren. Dabei gibt es je nach Einsatzdauer unterschiedliche Regelungen: Bei Einsätzen, für die der Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz verlassen muss, gibt es eine Lohnfortzahlung für bis zu drei Stunden. Dauert der Einsatz länger so wird der Mitarbeiter für den darüber hinaus gehenden Zeitraum unbezahlt freigestellt.

Für Einsätze, Lehrgänge oder Übungen, die einen ganzen Tag oder mehr beanspruchen und in die Arbeitszeit fallen, stellt Boehringer Ingelheim die Feuerwehrangehörigen ebenfalls frei. Dazu zählt neben Kooperationen mit sozialen Einrichtungen und Hilfsorganisationen auch ein starkes Engagement im Bereich ehrenamtlicher Bevölkerungsschutz. Für die Ausbildung der Maschinisten im Landkreis Biberach stellt das Familienunternehmen darüber hinaus Übungsmöglichkeiten zur Verfügung. Darüber hinaus stellt die Werkfeuerwehr Boehringer Ingelheim den Fachberater Strahlenschutz und einen Fachberater Biogefahren für den Landkreis. Zahlreiche Angehörige derWerkfeuerwehr sind als Ausbilder für den Kreisfeuerwehrverband tätig und können ihre bei Boehringer Ingelheim erworbenen Fachqualifikationen so in die Freiwilligen Feuerwehren einbringen. Das Unternehmen hält die technische Ausstattung der Werkfeuerwehr auf einem konstant hohen Niveau. Die noch einsatzfähigen Vorgängermodelle neu beschaffter Rettungsgeräte gibt Boehringer Ingelheim regelmäßig weiter –im aktuellsten Beispiel konnte so ein Drehleiterfahrzeug in Niedrigbauweise an die Freiwillige Feuerwehr der Biberacher Partnerstadt Schweidnitz in Polen vermittelt werden.

Die Vernetzung zwischen Werkfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Biberach ist vielschichtig. So stellt etwa die Werkfeuerwehr den Gefahrgutzug für den Landkreis Biberach und hat in Kooperation mit Freiwilligen Feuerwehr Biberach eine Höhenrettungsgruppe ins Leben gerufen. Beide stehen für den Einsatz im Landkreis und darüber hinaus zur Verfügung. Zudem leistet die Werkfeuerwehr Boehringer Ingelheim Nachbarschaftshilfe innerhalb des Landkreises und darüber hinaus und ist die Notfall- und Katastrophenszenarien des behördlichen Bevölkerungsschutzes eingebunden.

Auch in der Weiterbildung von Zivilschutzangehörigen ist das Unternehmen aktiv: Zwischen 600 und 700 Teilnehmer erhalten jährlich ihre Brandschutzunterweisung von den Spezialisten der Werkfeuerwehr Boehringer Ingelheim. Darüber organisiert das Unternehmen in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer Gefahrgut- und Sicherheitsfortbildungen für Sicherheitsbeauftragte. Betriebsinterne Spezialisten bilden dabei Sicherheitsbeauftragte anderer IHK-Mitgliedsbetriebe weiter.

Zurück zur Liste
Drucken