Die Wahl zum Publikumspreis. Stimmen Sie für Ihren Favoriten!

Klaus-Dieter Kühn

Bundesvorsitzender des Verbandes der Arbeitsgemeinschaften des Katastrophenschutzes (ARKAT)

Warum haben Sie sich bereit erklärt, als Juror zur Verfügung zu stehen?

Die Bereitschaft, in Notsituationen zu helfen und die Vielfalt auf bürgerschaftlicher Ebene ehrenamtlich Verantwortung in Staat und Gesellschaft zu übernehmen, ist Ausdruck für die Wertekultur freiheitlich-demokratischer Gemeinwesen. Helfende Hände gehören immer auch zu mutigen Menschen. Sie, die im Dienste der Öffentlichkeit eine ehrenvolle Aufgabe erfüllen, sollen durch die Auszeichnung mit dem Förderpreis besondere Würdigung und Bestätigung ihres Engagements für den Bevölkerungsschutz erhalten. Als jemand, der sich selbst seit über 38 Jahren ehrenamtlich für diese anspruchsvolle Aufgabe einsetzt, ist die Motivation zur Mitwirkung in der Jury für den Preis des Bundesministeriums des Innern zur Förderung des Ehrenamtes im Bevölkerungsschutz darin begründet, diese Erfahrung in die Anerkennung und Beurteilung besonders förderungswürdiger Leistungen und innovativer Zukunftskonzepte einbringen zu können.

Was ist Ihnen bei der Bewertung der eingereichten Bewerbungen besonders wichtig? Was erwarten Sie von den eingereichten Bewerbungen?

Die Frage ist hinsichtlich der drei Preiskategorien, sicher differenziert zu beantworten. Besonders wichtig ist mir, dass die eingebrachten Ideen und Konzepte nicht allein nur vom Eigeninteresse und Nutzen der jeweiligen Hilfeleistungsorganisation bestimmt sind, sondern die gemeinsam und partnerschaftlich von den Organisationen ganzheitlich wahrzunehmende Aufgabe Bevölkerungsschutz in den Fokus nimmt. Originelle Ideen der Nachwuchs- und Personalgewinnung und neue, die Attraktivität der Aufgabe fördernde Führungs- und Organisationskonzepte sollten deshalb immer auch den Aspekt des vernetzt „Gemeinsam Helfens“ in den Vordergrund stellen.

Wenn Sie im Dezember die Preisträger persönlich kennen lernen, was möchten Sie von Ihnen wissen?

Gern würde ich von ihnen wissen, welche Beweggründe für sie selbst maßgebend waren, sich im Bevölkerungsschutz ehrenamtlich zu engagieren und welchen Nutzen sie für ihre persönliche und vielleicht auch berufliche Entwicklung aus dem ehrenamtlichen Dienst in ihrer Organisation gewonnen haben. Dann ist natürlich die Frage nach der Verwendung des Preisgeldes von Interesse und wie das Engagement für den Bevölkerungsschutz in ihrem Lebens- und Berufsumfeld gesehen wird. Haben Sie in der Familie oder bei ihrem Arbeitgeber Unterstützung für ihren ehrenamtlichen Dienst erfahren? Interessieren würde mich auch, wie ihre Initiative in örtlichen Medien wahrgenommen wurde und welche weiteren Perspektiven sie sich für die Weiterentwicklung ihrer Idee vorstellen könnten?

Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Helfenden Hand?

Ich wünsche uns, dass sich der Preis in einigen Jahren in der Öffentlichkeit und den Medien als nationale Auszeichnung für herausragendes Engagement für den Bevölkerungsschutz nachhaltig etabliert hat. Ich hoffe, dass der Preis nachhaltig dazu beiträgt, dass Ideen zur Nachwuchsgewinnung und Qualitätsförderung für diese anspruchsvolle Staatsaufgabe, welche die Ehrenamtlichen Tag für Tag und rund um die Uhr für die Bürger wahrnehmen, angemessen gewürdigt werden.

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