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Edmund Baur

Bundesbeauftragter für besondere Aufgaben und Landesbeauftragter für Baden-Württemberg des Malteser Hilfsdienstes e. V.

Warum haben Sie sich bereit erklärt, als Juror zur Verfügung zu stehen?

Da ich in meinen Funktionen selber ehrenamtlich tätig bin, kann ich sicherlich bei der Bewertung die dabei gesammelten Erfahrungen sehr gut nutzen, um zu einer gerechten Beurteilung beizutragen. Da man sich als Juror intensiv mit den Vorschlägen beschäftigt, gewinnt man einen umfassenden Eindruck von den vorgeschlagenen Ideen und Maßnahmen. Dies wiederum verschafft einen Überblick über die tägliche Arbeit der Verbände und Hilfsorganisationen.

Was ist Ihnen bei der Bewertung der eingereichten Bewerbungen besonders wichtig? Was erwarten Sie von den eingereichten Bewerbungen?

Besonders wichtig ist mir eine Beschreibung, die im wesentlichen von den Beteiligten selbst erstellt wurde und nicht unter Mithilfe von externen Beratern oder PR-Fachleuten entstanden ist. Denn nur so kann die Maßnahme in ihrer ureigensten Form dargestellt werden und nicht nach der Maßgabe, welche Wirkung sie erzielen soll. Ich meine damit nicht die Wirkung auf den infrage kommenden Personenkreis – da muss sie authentisch sein – sondern im Hinblick auf ein gewünschtes Image.

Wenn Sie im Dezember die Preisträger persönlich kennen lernen, was möchten Sie von ihnen wissen?

Ich möchte ihnen natürlich zuallererst zu ihrem großen Erfolg gratulieren und mich bei ihnen bedanken, dass sie neben ihrem ehrenamtlichen Engagement auch noch die Zeit finden, sich für solch einen Wettbewerb zur Verfügung zu stellen. Dann möchte ich mit ihnen darüber sprechen, was sie bewegt, sich immer wieder für ihre Mitbürger und Mitbürgerinnen einzusetzen, ihnen zu helfen, auch wenn sie dafür nicht immer nur gelobt werden und ihnen gedankt wird. Natürlich will ich von ihnen auch wissen, was sie als Ehrenamtliche von Staat und Gesellschaft erwarten und wie sie die Arbeit ihrer Verbände sehen.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Helfenden Hand?

Bei der ersten Preisverleihung 2009 in Berlin wurde ja angeregt, einen griffigen Begriff für diesen Ehrenamtspreis zu finden. Mit „Helfender Hand“ bin ich nicht ganz glücklich, da damit zu sehr das praktische und technische hervorgehoben wird. Die Betreuung im psychischen und seelischen Bereich kommt mir dabei zu kurz.

Ansonsten wünsche ich mir eine stärkere Akzeptanz und Herausstellung des Bundespreises, sicher nicht einfach, da es mittlerweile ja immer mehr solcher Wettbewerbe und Auszeichnungen auf Länder- und Kommunalebenen gibt. Für mich wäre der Wettbewerb auch eine großartige Möglichkeit sich innerhalb der Verbände besser kennen zu lernen. Warum sollte ein Malteser nicht auch einmal einen Feuerwehrschlauch in Händen halten und eine Feuerwehrfrau einen Schulsanitätsdienst begleiten? Die praktische Vorstellung der Ideen wäre für die Öffentlichkeit von hohem Interesse – und dies präsentieren dürfen - für die Beteiligten ein verdienter Lohn.

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