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Leichte SpracheGebärdensprache
 
Organisation:
DRK
Kategorie:
Innovative Konzepte
Anschrift:
48151 48151 Münster
Hier können Sie bis zum 7. Dezember für dieses Projekt abstimmen.

Über das Projekt

Bitte erzählen Sie uns von Ihrem Projekt in einer kurzen Zusammenfassung.

In den vergangenen Jahren wurde immer deutlicher, wie wichtig eine umfassende persönliche Notfallvorsorge ist. Bedingt durch den Klimawandel und weitere gesellschaftliche Entwicklungen nimmt auch in Deutschland die Zahl außergewöhnlicher Ereignisse zu – ob Hochwasser, Dürre oder Hitzewellen. Doch nicht nur Naturereignisse stellen uns vor Herausforderungen: Auch internationale Spannungen und Konflikte, Großbrände, Gasmangellagen oder Bombenfunde aus dem Zweiten Weltkrieg zeigen, wie wichtig Vorbereitung ist.


Immer wieder erleben wir, dass vielen Menschen das notwendige Wissen fehlt, um in solchen Situationen richtig zu handeIn. Rahmen der Hochwasserhilfsprojekte „Herz- und Seelenhilfe“ sowie „Wiederaufbauhilfen im Quartier“ des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe wurde 2023 ein Spiel konzipiert, das sich auf unterhaltsame Weise mit zentralen Themen der Katastrophenvorsorge und des Bevölkerungsschutzes beschäftigt. Ziel war es, die Resilienz der Bevölkerung niedrigschwellig zu stärken. Eine bescheidene Auflage von 100 Spielen wurde an Multiplikatoren, Büchereien, Quartiersbüros und andere kostenlos ausgegeben.


Die äußerst positive Resonanz und zahlreiche Nachfragen führten zu dem Entschluss, das Spiel in einer deutlich größeren Auflage zu produzieren und zum Verkauf anzubieten. Nach intensiver Überarbeitung wurde in Zusammenarbeit mit einem Spieleverlag Anfang 2026 eine 2. Auflage von 3.000 Spielen produziert. Diese werden seit Anfang März über den Onlineshop des DRK-Westfalen-Lippe www.drk-lieblingsstuecke.de sowie in Direktverkauf bei Veranstaltungen vertrieben.


Eine umfangreiche Sammlung fundierter Wissensfragen und Antworten sorgt dafür, dass wichtige Inhalte rund um das Thema Katastrophen und persönliche Vorsorge abwechslungsreich und praxisnah vermittelt werden. Die Spielenden lernen, wie sie sich selbst und anderen im Notfall helfen können.

Für 2–6 Spielende
Geeignet für 8 bis 99+ Jahre
Verschiedene Schwierigkeitsstufen – je nach Alter und Vorkenntnissen

Welche Situationen oder Anlässe haben Ihr Projekt ausgelöst?

Ein erheblicher Teil der Bevölkerung verfügt nicht über ausreichende Kompetenzen, Ressourcen oder das Bewusstsein, um sich in Krisensituationen eigenständig und angemessen zu helfen. Es fehlt vielerorts an grundlegenden Kenntnissen der persönlichen Notfallvorsorge und des Bewusstseins der Notwendigkeit. Familien und Nachbarschaften zeigen– insbesondere unter Krisenbedingungen – Schwächen in ihrer Resilienz. Der gesellschaftliche Zusammenhalt ist in vielen Bereichen nicht ausreichend ausgeprägt, um im Ernstfall schnell, koordiniert und solidarisch zu handeln.


Klassische Formate wie Workshops oder Seminare erreichen nur die wenigen Teile der Bevölkerung, die sich proaktiv mit dem Thema beschäftigen. Ein spielerischer Ansatz mit hoher Auflage ermöglicht es, auch zahlreiche Personengruppen zu erreichen, die sich von sich aus nicht damit beschäftigen, u.a. Freundeskreise, Familien, Jugendgruppen und Schulen.

Welche Ziele verfolgt Ihr Projekt?

Das Projekt hat zwei zentrale Ziele:

  1. Die Reichweite des Gesellschaftsspiels durch die zweite Auflage signifikant zu erhöhen. Während die ursprüngliche Version lediglich sehr begrenzt an vier Projektstandorten in Westfalen und in geringer Stückzahl eingesetzt wurde, haben wir uns nun zum Ziel gesetzt, deutschlandweit zahlreiche Einzelpersonen, Familien, Gruppen und Institutionen zu erreichen. Damit soll eine weitreichende Auseinandersetzung mit dem Thema Katastrophenvorsorge in verschiedenen Bevölkerungsgruppen erreicht werden.
  2. Über die Beschäftigung mit dem Thema soll es zudem gelingen, Menschen für ein Engagement im Bevölkerungsschutz zu motivieren. Je mehr Menschen sich mit potentiellen Gefahren und deren Auswirkungen auf die Bevölkerung auseinandersetzen, desto mehr Menschen ziehen auch in Erwägung, sich selbst in diesem Bereich ehrenamtlich zu engagieren.

Welche Schritte haben Sie bisher umgesetzt, um diese Ziele zu erreichen? Welche Zielgruppen sprechen Sie an und wie erreichen Sie diese?

  1. Nach der intensiven Überarbeitung wurde der (Vor-)Verkauf im März 2026 gestartet.
  2. Bewusst und zur Überraschung des beteiligten Spieleverlags wurde in der Preiskalkulation darauf verzichtet, Gewinne zu erzielen. Priorität hatte ein günstiger Preis von unter 30 €, um möglichst vielen Menschen den Kauf zu ermöglichen.
  3. Eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit (u.a. Homepage www.spiel-katastrophen.de, TV-Berichterstattung im WDR Fernsehen, weit gestreutes E-Mailing, Auftritte auf Veranstaltungen, Briefe an Stakeholder) informiert nicht nur die interessierte Fachwelt, sondern die breite Bevölkerung fortwährend über das Angebot.
  4. Promotion-Exemplare wurden an Multiplikatoren verteilt, um die Spieleszene, Politik und Verwaltung sowie Medien für das Spiel zu interessieren.
  5. Bislang konnten bereits über 1.000 Spiele verkauft werden. Damit sollten wir bereits jetzt über 15.000 Spielende erreicht haben (Mehrfachnutzung).
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