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Organisation:
FFW
Kategorie:
Unterstützung des Ehrenamtes
Anschrift:
22113 Hamburg

Über das Projekt

Bitte erzählen Sie uns von Ihrem Projekt in einer kurzen Zusammenfassung.

Die „Mayday-Arena“ ist eine Atemschutzübungstrecke, auf 45?m Kriechmetern, welche modular gebaut ist. Die Strecke basiert auf verschiedensten schweren bis tödlichen Atemschutzunfällen, welche für den Bau aufgearbeitet wurden und als Steckbriefe innerhalb der Arena zu finden sind, um den Bezug zwischen dem Übungshindernis und dem Ernstfall eines Atemschutznotfalls noch einmal zu verdeutlichen. Das Projekt gibt Atemschutzgeräteträgern mehr Sicherheit für echte Einsätze und mögliche Extremsituationen in diesen. Solch eine Strecke ist einmalig in Deutschland und neben der Ausbildung von AGT‘s aus Hamburg und Umgebung wollen wir bundesweit dazu anregen, diese Strecke oder Teile daraus nachzubauen. Da dieses Projekt einen der wichtigsten Faktoren aufgreift: die Aus- und Fortbildung von Einsatzkräften. Seit Mai ist die Strecke in Betrieb und es konnten ehrenamtlich bereits ca. 60 Personen diese durchlaufen, zudem gibt es viele weitere Termine, welche vereinbart sind für die nächsten Monate und auch Interessenten, die sich die Strecke genau anschauen wollen, um Teile daraus nachzubauen.

Welche Situationen oder Anlässe haben Ihr Projekt ausgelöst?

2023 und 2024 passierten in Hamburg 2 schwere Atemschutzunfälle im Einsatz bei der Feuerwehr. Diese sind mit viel Glück nicht tödlich verlaufen. Für uns waren die Unfälle sehr schockierend und haben uns überlegen lassen, was wir präventiv den Kollegen mitgeben können für ihren Einsatz bei der Feuerwehr. Inspiriert hat uns in der Lösungsfindung der vom TFA-Team aufgebaute Austausch mit der Feuerwehr Chicago, wonach wir diverse nationale und internationale Atemschutznotfälle aufgearbeitet, die Unfallursachen recherchiert und uns überlegt haben, wie man diese baulich in einer Übungsstrecke umsetzen kann.

Welche Ziele verfolgt Ihr Projekt?

Wir möchten die Ausbildung neu denken und den Kollegen Trainingsmöglichkeiten bieten, welche sie auf mögliche Extremsituationen im Einsatz kontrolliert vorbereitet, mit einem greifbaren Bezug zu echten Einsätzen. Wir steigern die Stressresilienz der Kollegen, können ihnen zeigen, wie man sich selbst aus schwierigen Situationen befreien kann. Sie lernen die technischen und auch physischen Grenzen im Einsatz kennen und diese beherrschen. Denn nichts ist wertvoller als ein Leben!

Daher zeigen wir auch gerne anderen Feuerwehren außerhalb der Stadt Hamburg unser Projekt und geben Hilfestellung beim Nachbau solcher Hindernisse.

Welche Schritte haben Sie bisher umgesetzt, um diese Ziele zu erreichen? Welche Zielgruppen sprechen Sie an und wie erreichen Sie diese?

Die Aufarbeitung der Atemschutznotfälle und auch die Bauphase ist abgeschlossen. Seit Mai befindet sich die „Mayday-Arena“ nun im regulären Betrieb und wir fangen an, Feuerwehrleute in der Anlage ehrenamtlich zu schulen sowie Termine mit anderen Feuerwehren wahrzunehmen, um eine Hilfestellung für einen Nachbau zu geben.

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