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Organisation:
DRK, FFW, sonstige
Kategorie:
Nachwuchsarbeit
Anschrift:
86438 Kissing

Über das Projekt

Bitte erzählen Sie uns von Ihrem Projekt in einer kurzen Zusammenfassung.

In Zeiten abnehmender Bereitschaft zum Ehrenamt und gleichzeitig wachsender Herausforderungen im Bevölkerungsschutz haben sich die Freiwillige Feuerwehr Kissing und die BRK-Gemeinschaft und Wasserwacht Kissing zu einer intensiven Kooperation zusammengeschlossen. Ziel des Projekts ist es, durch gemeinsame Übungen, Ausbildungen und Einsätze Synergien zu schaffen, die Effizienz im Katastrophenschutz zu erhöhen und vor allem die Sichtbarkeit und Attraktivität des Ehrenamts zu steigern. Das Projekt stärkt die Vernetzung zwischen den Organisationen und vermittelt der Bevölkerung den Wert und die Sinnhaftigkeit freiwilligen Engagements.

Besondere Erfolge sind die erfolgreiche Ausbildung von 14 Feuerwehrangehörigen zu Sanitätern, gemeinschaftliche Trainings und Ausflüge der Jugendgruppen sowie öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen wie ein Fortbildungstag zur Schulung der örtlich frei verfügbaren Defibrillatoren mit hoher Beteiligung aus der Bevölkerung. Die gelebte Kooperation wurde bereits bei Großschadenslagen wie dem Hagelunwetter 2023 und dem Hochwasser 2024 erfolgreich unter Beweis gestellt. Das Projekt ist nicht nur wichtig für den Schutz der Bevölkerung, es trägt auch zur Nachwuchsförderung und Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts bei.

Welche Situationen oder Anlässe haben Ihr Projekt ausgelöst?

Auslöser für das Projekt waren zunehmende Herausforderungen bei der Personalgewinnung im Ehrenamt und mehrere gemeinsame Einsätze bei Großschadensereignissen. Auch bei Wasserrettungseinsätzen und sanitätsdienstlichen Versorgungen hat sich die Kooperation unter Stresssituationen bereits sehr gut bewährt. Diese Situationen haben deutlich gemacht, wie unverzichtbar eine koordinierte Zusammenarbeit der Organisationen ist – und wie effektiv sie im Ernstfall wirkt.

Gleichzeitig wurde im Alltag sichtbar, dass die gesellschaftliche Wahrnehmung ehrenamtlicher Hilfsorganisationen oft gering ist, obwohl ihre Arbeit für den Bevölkerungsschutz essenziell ist. Das Projekt entstand also aus einer Mischung von konkreter Einsatzerfahrung, strukturellen Herausforderungen und dem Wunsch, das Ehrenamt attraktiver und sichtbarer zu machen.

Welche Ziele verfolgt Ihr Projekt?

Unser Projekt verfolgt drei zentrale Ziele:

  1. Nachwuchsgewinnung und -bindung im Ehrenamt: Durch gemeinsame Aktionen der Jugendgruppen, Fortbildungen und Einsätze sollen junge Menschen begeistert und nachhaltig eingebunden werden.
  2. Sichtbarkeit und Akzeptanz erhöhen: Öffentlichkeitswirksame Maßnahmen wie Fortbildungstage und offeneÜbungen sollen das Engagement für den Bevölkerungsschutz in das Bewusstsein der Bevölkerung rücken.
  3. Effizienz und Qualität im Bevölkerungsschutz steigern: Durch übergreifende Ausbildung (z.?B. Sanitäterlehrgänge für Feuerwehrkräfte), gemeinsame Einsätze und Übungen wird die Zusammenarbeit gestärkt, was die Einsatzfähigkeit erhöht.

Diese Ziele tragen nicht nur zur Verbesserung der Einsatzstruktur bei, sondern fördern auch das Vertrauen der Bevölkerung in ihre lokalen Hilfsorganisationen.

Welche Schritte haben Sie bisher umgesetzt, um diese Ziele zu erreichen? Welche Zielgruppen sprechen Sie an und wie erreichen Sie diese?

– Sanitäterausbildung durch das BRK für die Feuerwehr: 14 Feuerwehrmitglieder wurden erfolgreich ausgebildet.
– Gemeinsames Training, Teambuilding und Kennenlernen von Jugendgruppen der Feuerwehr, des Roten Kreuzes bzw. der Wasserwacht.
– Gemeinsame Wasserrettungsübungen mit Fokus auf die ortsspezifische Gewässerkunde.
– Öffentlicher Fortbildungstag: Rund 1,5 % der Bevölkerung nahmen teil – Schulung im Umgang mit Defibrillatoren, kindgerechte Erste-Hilfe-Demonstrationen und Feuerwehrtechnik zum Anfassen.
– Regelmäßige Teilnahme der Partnerorganisationen an Versammlungen.
– Gemeinsame Einsätze: Bei Großschadenslagen wie Unwetter, Hochwasser oder Wasserrettungseinsätzen.

Geplante Maßnahmen:
– Weitere Sanitäterausbildungen
– Gemeinsame Ausflüge und Veranstaltungen
– Fortführung gemeinsamer Übungen
– Langfristige Planung eines First-Responder-Fahrzeugs mit der Besetzung aus dem Personalbestand der beteiligten Organisationen.

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