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Leichte SpracheGebärdensprache
 
Organisation:
MHD
Kategorie:
Sonderpreis Inklusion
Anschrift:
28207 Bremen

Über das Projekt

Bitte erzählen Sie uns von Ihrem Projekt in einer kurzen Zusammenfassung.

An einer Bremer Schule für hörbeeinträchtigte und gehörlose Schüler:innen haben die Malteser einen inklusiven Schulsanitätsdienst etabliert. Durch angepasste Didaktik, visuelle Lehrmaterialien und Gebärdensprache wurden die Jugendlichen befähigt, im Schulalltag Erste Hilfe zu leisten – kompetent, selbstbewusst und barrierefrei. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, dass Hilfe keine Stimme braucht, sondern Herz, Wissen und Engagement. Es fördert Teilhabe, stärkt das Selbstwertgefühl und setzt ein starkes Zeichen für gelebte Inklusion im Bevölkerungsschutz.

Welche Situationen oder Anlässe haben Ihr Projekt ausgelöst?

Erste-Hilfe-Bedarf an Förderschulen:
Auch an Schulen für hörbeeinträchtigte und gehörlose Schüler:innen treten medizinische Notfälle auf – von kleineren Verletzungen bis zu ernsteren Situationen. Die Idee war, auch hier Schüler:innen zu befähigen, Verantwortung zu übernehmen und Hilfe zu leisten.

Wunsch nach Teilhabe und Selbstwirksamkeit:
Viele Schüler:innen mit Hörbeeinträchtigung möchten sich engagieren, stoßen aber oft auf Barrieren. Das Projekt entstand aus dem Wunsch, ihnen eine gleichwertige Möglichkeit zur Mitwirkung im Schulalltag zu geben.

Fehlende inklusive Angebote im Bevölkerungsschutz:
In klassischen Erste-Hilfe-Ausbildungen sind Menschen mit Hörbeeinträchtigung oft unterrepräsentiert. Die Malteser wollten mit diesem Projekt zeigen, dass mit angepasster Didaktik und Kommunikation (z.?B. Gebärdensprache, visuelle Materialien) eine vollwertige Ausbildung möglich ist.

Welche Ziele verfolgt Ihr Projekt?

Das Projekt verfolgt das Ziel, hörbeeinträchtigte und gehörlose Schüler:innen zu befähigen, als vollwertige Schulsanitäter:innen Verantwortung zu übernehmen. Durch angepasste Ausbildungsmethoden – etwa den Einsatz von Gebärdensprache, visuellen Materialien und praktischen Übungen – werden Barrieren abgebaut und Teilhabe ermöglicht. Die Jugendlichen stärken dabei ihr Selbstbewusstsein, ihre sozialen Kompetenzen und ihre Handlungssicherheit in Notfallsituationen. Gleichzeitig sensibilisiert das Projekt die gesamte Schulgemeinschaft für Inklusion und zeigt:
Erste Hilfe ist für alle erlernbar – unabhängig von individuellen Voraussetzungen.

Welche Schritte haben Sie bisher umgesetzt, um diese Ziele zu erreichen? Welche Zielgruppen sprechen Sie an und wie erreichen Sie diese?

Zur Erreichung der Projektziele wurde gemeinsam mit den Lehrkräften ein angepasstes Ausbildungskonzept für den Schulsanitätsdienst entwickelt. Die Inhalte wurden visuell aufbereitet, Gebärdensprache integriert und praktische Übungen barrierefrei gestaltet. Lehrkräfte und Gebärdensprachdolmetscher:innen begleiteten die Umsetzung. Die Zielgruppe sind hörbeeinträchtigte Schüler:innen, die durch direkte Ansprache in der Schule, persönliche Motivation und enge Zusammenarbeit mit dem Kollegium erreicht wurden. Gleichzeitig richtet sich das Projekt an die gesamte Schulgemeinschaft, um Inklusion und gegenseitiges Verständnis zu fördern.

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